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Vorwort: Kaninchen sollten niemals wegen Nachwuchswünschen zusammengesetzt werden. Es müssen viele Faktoren berücksichtigt werden da es sonst auf beiden Seiten schnell zu Todesfällen kommen kann. Es gibt genug arme Kaninchen die in Tierheimen oder sonstigen Pflegestellen auf ein liebevolles Zuhause warten. Ist es nun aber passiert gilt es auf viele Dinge zu achten. Häsinnen werfen meist nachts. In den meisten Fällen baut sie erst wenige Stunden vorher das Nest. Wichtig ist das sie genug Material zum bauen hat (Stroh, Heu etc.). Nachdem sie geworfen hat macht sie meistens den Eindruck dass sie der Wurf nicht interessiert, dem ist aber nicht so. Häsinnen säugen meist nur 1x am Tag und das meist nachts. Nach der Geburt ist erst einmal die Kontrolle des Nestes wichtig. Falls Totgeburten dabei sind legt die Häsin das kleine meist selbst aus dem Nest aber hier sollte man trotzdem vorsichtshalber kontrollieren. Die Babys kommen nackt, blind und taub zur Welt. Ab dem 3. Tag ist schon ein leichter Flaum zu erkennen und das Fell entwickelt sich dann recht schnell. Der Wurf sollte auch regelmäßig kontrolliert werden. Spätestens jetzt wäre auch ein Kokzidientest bei der Mutter angebracht (s. hier). Kokzidien können für die Kleinen lebensgefährlich werden. Normalerweise kommen Kaninchen gut mit ihrem Wurf alleine klar aber es kann immer wieder mal zu Problemen kommen z.B. wenn es nicht der erste Wurf in kurzer Zeit war. Daher sollten die kleinen jeden Tag (zur gleichen Zeit) gewogen werden am besten mit einer digitalen Waage. Am einfachsten ist es wenn man sich die Gewichte aufschreibt zum Vergleich ( verschiedene Listen stehen unter BLOG). Allerdings kann man die Gewichte einzelner Würfe nur indirekt vergleichen. Da die Eltern oft unterschiedliche Gewichtsklassen haben sollte man nur darauf achten das die Gewichtszunahme stimmt. Es kann auch passieren das die kleinen im Käfig verstreut liegen, das passiert wenn die kleinen sich beim säugen fest gesaugt haben und die Häsin das Nest wieder verlässt und sie mit sich schleift. Die Kleinen sollten dann wieder ins warme Nest gelegt werden. Es kann auch durchaus passieren das der Häsin die Milch ausgeht (gerade bei großen Würfen) das kann man aber schnell an Hand der Gewichte erkennen und dann muss im schlimmsten Fall zu gefüttert werden das ist aber wirklich der letzte Schritt. Vorher sollte man unbedingt versuchen die Kleinen anzulegen wenn dann wirklich keine Milch da ist muss zu gefüttert werden (s. Handaufzucht). Die Mutter kann durch Fütterung von Fenchel oder getrockneten Brennnesseln in der Milchproduktion unterstützt werden. Zwischen dem 8. Und 12. Tag sollten sie die Augen öffnen wichtig ist hier nicht nachzuhelfen das kann Verletzungen an den Augen hervorrufen. Dann sind die Kleinen auch meist schon recht aktiv. Sie rennen den halben Tag hinter der Mutter her und versuchen an Milch zu kommen. Um der Mutter hier ein wenig Unterstützung zu geben ist es gut eine 2. Etage (im Käfig evtl. ein Brett) einzubauen. Da kann sie sich ggfs. Zurückziehen. Meist dauert es eh nur noch 4-5 Tage bis sie das raus haben und auch da hoch kommen. Um Unfälle zu vermeiden sollte kein Wassernapf im Gehege stehen zumindest nicht da wo die Kleinen hinkommen. Sie könnten in den Napf fallen und nicht mehr von alleine herauskommen und ertrinken. In dem Alter fangen sie auch langsam an Heu zu futtern. Sie werden auch automatisch lernen bei der Mutter mit zu fressen. Nur von Frischfutter sollte man sie noch etwas fern halten. Ich fange meistens so um die 4. Woche an, sie an Frischfutter zu gewöhnen. Immer nur eine neue Sorte und in kleinen Mengen anfangen dann beobachten ob sie evtl. Durchfall oder Verstopfung bekommen. Wenn sie mehrere Sorten gleichzeitig bekommen, kann man nicht beurteilen was sie nicht vertragen haben. In der Regel werden die Kleinen sehr zahm um das beizubehalten sollte man sich nicht zu schnell und zu laut nähern. Solange die keine Angst kennen gelernt haben sind sie sehr mutig und teilweise auch überheblich deshalb auch während des Auslaufes immer schön aufpassen, sie probieren alles aus. Ab der 4. Woche kann man auch schon das Geschlecht bestimmen. Sie sollten grundsätzlich solange wie möglich bei der Mutter bleiben da sie noch gesäugt werden. Ich lasse sie immer bis zur 10. Woche zusammen dann werden die Männchen frühkastriert und müssen nicht die 6 Wochen Kastrationsquarantäne absitzen. Die Weibchen können dann auch abgegeben werden. Aber niemals in Einzelhaltung sondern immer nur zu einem 2. Kaninchen. Am besten gegengeschlechtlich und nur kastriert (Böckchen). Ab der 12. Woche sind Kaninchen geschlechtsreif. Eine Trächtigkeit in dem Alter kann zu massiven Problemen führen. Gerade aus diesen Gründen sollten Kaninchen niemals zu einem unkastrierten Böckchen gesetzt werden. Es gibt genug andere Möglichkeiten über Tierheime und Tierschutzvereine weiteren Kaninchen ein schönes Leben zu ermöglichen. 
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